26. Dezember 2017: Über die Nacht hat sich der Gesamtmarkt
der Kryptowährungen wiederum leicht erholt und stieg mit 586 Milliarden Dollar
morgens ein. Auch der Bitcoin stieg wieder etwas an und zwar auf 15.381 Dollar.
Sein Marktanteil erhöhte sich ebenfalls auf 44,1%. Dafür wurden die
Wachstumsraten der anderen Kryptowährungen im Durchschnitt geringer. Aion wuchs
heute mit 47,19% am stärksten, aber die Zahl der roten Vorzeichen nahm heute
erwartungsgemäss zu. Die Mehrheit der Kryptowährungen konsolidiert heute und
wird morgen nach dem Muster der letzten Tage wieder deutlicher wachsen.
Schliesslich muss noch eine ziemlich grosse Lücke bis zum bisherigen Höchstwert
geschlossen werden. Das Hauptproblem in der Kryptowirtschaft besteht nach wie
vor in den Exchanges (zum Beispiel Coinbase), welche den Markt noch im
Würgegriff haben und ihn im Sinne der Zentralbanken steuern können. Deshalb
wird der eigentliche Durchbruch für die Krypto-währungen erst dann kommen, wenn
man dezentralisierte Exchanges zur Verfügung hat. Ich hoffe, dass dies sehr
bald der Fall sein wird. Aber bis dahin liegt noch ein gefährlicher Weg vor
uns. Die Kryptowährungen werden erst dann zu einem Ersatz von Gold und Silber
werden, wenn die Manipulationen des Gesamtmarkts der Kryptowährungen beendet
sind. Augenblicklich werden die Gold- und Silberpreise noch künstlich niedrig
gehalten, um die aktuellen Probleme des Zentralbanksystems zu übertünchen. Doch
die Zentralbanken haben durch die ersten zögerlichen Zinserhöhungen in den USA
durch die Federal Reserve ihren Abzug am eigenen Revolver gedrückt. Sie planen
einen Reset ihres eigenen Systems im Zeitpunkt dessen grössten Instabilität.
Deshalb wird dieser Schuss absehbar durch die eigenen Füsse gehen und die
weitere Entwicklung der Kryptowährungen kräftig fördern. Gäbe es nämlich keine
Probleme im jetzigen Finanzsystem, dann gäbe es auch keine Kryptowährungen. Die
Raubwirtschaft hat die Kryptowährungen im Zuge der gierigen Entwicklung der
Informationstechnologien selbst erschaffen und damit ihr eigenes Grab
geschaufelt.
Das deutsche Fernsehprogramm zu Weihnachten machte
zumindest bei den Privatsendern ihre finanzielle Situation für jedermann
erkennbar. Wenn man am ersten Weihnachts-feiertag nur Wiederholungen senden
kann, dann ist die Kasse wohl ziemlich leer. Auch die weltweite
Nachrichtensperre spricht Bände. In Spiegel-Online kann man das heute am
zweiten Weihnachtsfeiertag wieder sehr gut erkennen. Man berichtet im ersten
Artikel über das türkische Engagement in Syrien. Der Begriff Besetzung wird
noch tunlichst vermieden, aber der Respekt vor dem einstigen Verbündeten ging
längst verloren. Auch der zweite Artikel handelt von der Türkei und einem Eklat
beim „Cumhuriyet“-Prozess in Istanbul. Wer bei Spiegel-Online in den ersten
drei Artikeln des Newsletters steht, der befindet sich auf der Abschussliste.
Im dritten Artikel geht es um Saudi-Arabien und dessen Krieg im Jemen, welcher
bislang ohne eine entsprechende Berichterstattung in den westlichen Medien
vonstatten ging. Weil Saudi-Arabien jedoch absehbar in das gegnerische Lager
abwandern wird und vom angezettelten Krieg gegen den Jemen eingeholt wird, erscheint
es plötzlich in den Schlagzeilen. Vom hausinternen Putsch in Saudi-Arabien ist
zumindest in den deutschen Leitmedien noch wenig zu erfahren, weil er den
Wechsel der Fronten ankündigen würde. Wer sich also noch zu Weihnachten noch
einen fetten und spritfressenden Geländewagen zugelegt hat (wie man Nachbarn),
der wird bald an der Tankstelle ein sehr dummes Gesicht machen.
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